Begleitmassnahmen & Tipps
- ADHS
- Akne
- Augenerkrankungen
- Basisches Badesalz
- Bewegungsapparat
- Erkältung
- Fieber
- Gelenkbeschwerden
- Halsschmerzen
- Hauterkrankungen
- Herpes labialis (Fieberbläschen)
- Heuschnupfen
- Husten
- Kommunikation
- Kommunikation mit Kindern
- Ohrenschmerzen
- Reisekrankheit
- Rheuma
- Schnupfen
- Sodbrennen
- Sonnenstich
- Übersäuerung
- Verbrennungen
- Wechseljahre
- Wickel
- Zahnen
ADHS
Elternhaus
- Schaffen Sie einen klar strukturierten Tagesablauf mit regelmässigen Essens- und Schlafeszeiten, Hausarbeiten und Freizeitaktivitäten. Daran kann sich Ihr unruhiges Kind festhalten. Rituale und feste Bezugspersonen sind wichtig, da das Kind besondere Mühe mit Veränderungen hat.
- Sorgen Sie für einprägsame Regeln, die Sie konsequent einfordern. ADHS-Kindern fällt es schwer, ihr Verhalten zu kontrollieren. Daher ist es besonders wichtig, sich mit Ihrem Kind auf klare Verhaltensregeln im Alltag zu einigen und deren Befolgung auch konsequent einzufordern. Versuchen Sie, alle an der Erziehung Ihres Kindes beteiligten Personen mit einzubeziehen, so dass Ihr Kind überall gleiche Strukturen und Regeln vorfindet. Wenige, dafür aber wichtige und leicht einprägsame Regeln geben den Kindern Halt, Sicherheit und Orientierung.
- Arbeiten Sie mit Belohnung. Vergeben Sie Belohnungspunkte für bestimmte Verhaltensweisen (zum Beispiel eingehaltene Regeln), die Ihr Kind sammeln kann. Beim Erreichen einer bestimmten Punktzahl kann es seine gesammelten Punkte dann gegen eine vorher vereinbarte Belohnung "eintauschen". Erarbeiten Sie gemeinsam einen "Belohnungsplan" und hängen Sie ihn gut sichtbar für alle auf - vielleicht an den Kühlschrank in der Küche oder an eine Pinnwand.
- Vermeiden Sie körperliche Strafen. Sie lassen das Kind glauben, dass körperliche Aggression erlaubt ist.
- Informieren Sie ihr Umfeld ihres Kindes und setzten Sie sich für eine verständnisvolle Umgebung ein.
- Erkennen und Stärken sie die positiven Seiten Ihres Kindes. ADHS Kinder haben nicht nur belastende, sonder auch ganz erfreuliche Eigenschaften. So sind sie ausserordentlich feinfühlig und sensibel (was sie allerdings nicht hindert ihre Nächsten zu verletzen, wenn sie selber verletzt sind). Sie sind oft musikalisch begabt (haben aber Probleme mit Notenlesen), haben eine grosse Phantasie und Kreativität. Weiter sind sie enorm begeisterungsfähig und können in ihrer Freude die ganze Umgebung mitreissen. Sie sind nicht nachtragend. Sie können ein Ziel, dass sie sich in den Kopf gesetzt haben (leider jedoch nicht Ziele von ihren Eltern/Lehrern) unbeirrt verfolgen. Deshalb haben sie nicht selten Hobbies, in denen sie kleine Meister sind. Da sie seit frühester Kindheit lernen mussten ihre Teilleistungsschwäche zu kompensieren, werden sie später oft originelle Problemlöser. Sparen Sie nicht mit Lob!
- Fördern Sie Kontakte. Manchmal erschwert besonders das impulsive Verhalten von ADHS-Kindern den Umgang mit Altersgenossen. Versuchen Sie, Kontakte Ihres Kindes mit Gleichaltrigen zu fördern, damit es nicht das Gefühl bekommt, ausgeschlossen zu sein und sich noch mehr zurückzieht. Häufig kapseln sich die Kinder aus Angst, unbeliebt zu sein, ab, auch wenn dies nicht wirklich der Fall ist.
- Gönnen Sie sich Ruhe. Das Leben mit einem ADHS-Kind ist anstrengend. So sehr Ihr Kind Ihrer Aufmerksamkeit und Fürsorge auch bedarf - Sie als Eltern sollten sich selbst und Ihre eigenen Bedürfnisse dabei nicht vergessen. Wechseln Sie sich bei Erziehungsaufgaben mit Partnern oder Großeltern ab und gönnen Sie sich auch mal eine Auszeit, um wieder Kraft zu tanken.
- Das Wichtigste: Akzeptieren und lieben Sie ihr Kind so wie es ist, damit seine Selbstachtung gestärkt wird. Glauben Sie an ihr Kind, geben Sie ihm das Gefühl: „Du wirst es schaffen“.
- Meiden Sie zuckerhaltige Produkte, da diese die Unruhe verstärken.
- Zufuhr von Omega 3 Fettsäuren (Fisch, Lebertran, kaltgepresste Öle)
- Bringen Sie oft grünes Gemüse auf den Tisch. Überstreuen Sie es mit Samen, wie Leinsamen, Pinienkernen oder Sonnenblumenkernen. So versorgen Sie Ihr Kind mit einer Extra-Portion Magnesium. Auch in Mineralwasser und Kakao sind Magnesium enthalten. Das Spurenelement sorgt für mehr Ruhe, Konzentration und Entspannung.
- Keine Reizüberflutung: Eine ruhige Atmosphäre ohne Dauerberieselung durch Musik, Fernseher, oder Computer unterstützt die Konzentrationsfähigkeit. Farbige Bilder beim Schreibtisch des Kindes und zu viele Spielsachen lenken das Kind ab oder überfordern es, ebenfalls die Reizüberflutung an einer Chilbi, in Warenhäusern, in Vergnügungsparks und an Grossanlässen.
- Viel Bewegung: ADHS Kinder haben oft einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Bauen sie im Tagesablauf körperliche Anstrengung, Austoben mit ein. Im Sport kann sich Ihr Kind auch positive Bestätigung holen.
- Hobby fördern: lassen Sie Ihr Kind ein Hobby entdecken, wo es seine Fähigkeiten voll einsetzen kann (Stärkung des Selbstwertgefühls)
- Schlaf: Ihr Kind braucht genügend Schlaf
- Oft ist es sinnvoll sich und Ihrem Kind zusätzliche Unterstützung zu holen. Ihr Kind soll aber auch nicht übertherapiert werden. Beschränken sie sich auf einige wenige Therapieformen, die zu Ihnen und Ihrem Kind passen.
Beispiele: Neurofeedback (Kind), Psychomotorik (Kind), Reittherapie (Kind), Maltherapie (Kind), familienorientierte Psychotherapieformen (systemisch), Erziehungskurse wie Tripple P, Gordon, gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg (Eltern) usw.
Akne
Ernährung:
- meiden von tierischem Eiweiss, Weissmehl, Fastfood und Zucker, sie sind Säurebildner und regen die Talgproduktion an
- auf frische, naturbelassene Ernährung achten (Konservierungs-, Zusatz-, und künstliche Stoffe vermeiden)
- möglichst wenig Seife verwenden, keine Flüssigseife, pH neutral
- eigenes Froteetuch (nicht mit Familienmitgliedern teilen) und regelmässig wechseln (Übertragung von Propionibakterium acnes)
- nicht zu stark rubbeln, rubbeln regt die Talgproduktion zusätzlich an
- Gesicht mit Basesalz waschen (siehe Basesalz)
- Peelings: wirkt der Verhornung entgegen und damit der Verschliessung von Talgdrüsen = Mitesser
- Dampfbäder (z.B. mit Basebad), verringert Talgdrüsenverschlüsse
- Heilerde trocken auftragen oder Heilerde-Masken
- feuchte Gazen mit Calendula Urtinktur ca 5 Minuten einwirken lassen, ev. Calendula-Salbe
- bei starker Akne: regelmässige Gesichtsreinigung bei einer Kosmetikerin (ohne Verwendung von Zinksalbe!)
- keine Zinksalbe (ist unterdrückend)
Augenerkrankungen
Juckreiz, müde Augen
Kompressen:
- Kalten Quark in Gaze gehüllt auf die geschlossenen Augen legen (wirkt kühlend, abschwellend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, schmerzlindernd)
- 1 EL einer frisch geraffelten biologischen Kartoffel 15 Minuten auf die geschlossenen Augen auflegen, nachher mit Wasser abwaschen
- Leinsamenpäckchen auf die geschlossenen Augen auflegen, je nach Bedürfnis warm oder kalt (wirkt erwärmend/kühlend, schleimlösend, schmerzlindernd) Leinsamen in wenig Wasser zu einem Brei erhitzen, in Gaze geben, auf gewünschte Temperatur abkühlen
- „künstliche Tränen“ (Tränenersatzaugentropfen, erhältlich in Drogerien/Apotheken) zum Auswaschen
- Tees zum Auswaschen: Augentrosttee, Fencheltee, Schwarztee (ist austrocknend): 1 TL Tee in eine Tasse geben, mit siedendem Wasser übergiessen, 5-10 Minuten ziehen lassen, absieben, auf Körpertemperatur abkühlen lassen, in kleines Glas füllen (Weisswein-, Schnapsglas), offene Augen damit spülen
- kaltgepresstes Olivenöl auf Lid einmassieren (entspannt)
- bei Säuglingen: verklebtes Auge mit abgekochtem Wasser (abgekühlt auf Körpertemperatur) oder „künstlichen Tränen“ auswaschen, danach einige Tropfen Muttermilch ins betroffene Auge geben
- mit viel Wasser Auge Richtung Nase auswaschen
- kann der Fremdkörper so nicht entfernt werden, Arzt konsultieren
Basisches Badesalz
Eine ideale Ergänzung zur homöopathischen Behandlung
Durch unsere Lebens- und Ernährungsgewohnheiten fallen übermässig viele Säuren an:
- Fleisch: Harnsäure
- Süsswaren, Zucker, Weissmehlprodukte: Essigsäure
- Softdrinks: Phosphorsäure
- Kaffee, Schwarztee, Rotwein: Gerbsäure
- körperliche Überanstrengung: Milchsäure
- Stress, Ärger: Salzsäure
1. Strukturschäden
Ein Übermass an Säuren verätzt unsere Zellen, unser Gewebe und unsere Organe. Dadurch werden Entzündungen gefördert wie z.B. Mandelentzündungen, Magenschleimhautent-zündungen, Gelenkentzündungen.
2. Ausscheidungsschäden
Sind die Nieren und der Darm mit der Ausscheidung von Säuren überfordert, kommt die Haut als unser grösstes Ausscheidungsorgan vermehrt zum Einsatz. Diese zusätzliche Säureausscheidung begünstigt Körpergeruch, Schwitzen, Pickel, Akne, Ekzeme, Furunkel, Neurodermitis, Schuppenflechte und Allergien. Ein saures Milieu ist auch ein idealer Nährboden für Pilze wie, Haut- , Nagel-, Darm- und Scheidepilz
3. Ablagerungen - Schlacken
Alle Säuren, die nicht über die oben genannten Organe ausgeschieden werden können, verbinden sich mit Mineralstoffen (Mineralstoffverlust) zu neutralen Salzen, die sich gebunden an Wasser und Fett als Schlacken ablagern. Diese Ablagerungen können zu Cellulite, Gicht (Harnsäureablagerung), Rheuma, Gallen-, Nieren- und Blasensteine, Lipome und Fibrome führen.
Diese Beschwerden (fett) können homöopathisch behandelt werden. Die Anwendung von basischem Badesalz ist eine ideale Ergänzung zur homöopathischen Therapie.
Anwendung
Basisches Vollbad
Die Haut ist die Hilfsniere des Körpers. Mit einem basichen Vollbad nutzen Sie diese Funktion.
2-3 Esslöffel Basesalz in das Badewasser geben. 30-60 Minuten baden.
Basische Fuss- und Armbäder
Fuss- und Armbäder können warm oder als Wechselbäder angewendet werden. Ein kaltes Fussbad vor dem Zubettgehen kann die Schlafqualität steigern. Auch der Fuss hat die Funktion einer Hilfsniere.
Einen gestrichenen Esslöffel in eine Fussbadewanne geben und 30-60 Minuten baden.
Basische Salzwickel
Einen Teelöffel Basesalz in 2 dl warmes Wasser geben. Auf die gewünschte Körperstelle auflegen, warm und trocken abdecken. Kann als Stirn-, Hals-, Waden- und Leberwickel angewendet werden (bei Entzündungen und Schmerzen, oder bei Hautunreinheiten)
Basische Mund- und Nasenspülungen
Eine Messerspitze Basesalz in 1-2 dl Wasser geben.
Basische Inhalation
Nehmen Sie auf 1.5- 2 Liter kochendes Wasser einen Teelöffel Basesalz. Inhalieren Sie bei Bedarf 2-3 Mal pro Tag für jeweils ungefähr 3 Minuten.
Grundsätzliche Empfehlungen
- mindestens 30, besser 45-60 Minuten baden
- zwischendurch mit Waschlappen oder Bürste abreiben
- bei Krampfadern in niedrigeren Temperaturen (Körpertemperatur) baden
- 1-2 Vollbäder und 3-4 Fussbäder pro Woche
Bewegungsapparat
- Säure-/ Basehaushalt
Ein Übermass an Säuren verätzt unsere Zellen, Gewebe und Organe, unsere Gelenke und Knochen. Oft wird diese Übersäuerung von entzündlichen Prozessen begleitet. Unser Organismus neutralisiert die Säuren mit Mineralstoffen zu Neutralsalzen. Überwiegt in der Ernährung die Zufuhr von Säuren, funktioniert die körpereigene Entsäuerung nicht mehr.
Ernährung: Ein ausgeglichener Säure/Base Haushalt beginnt mit der Ernährung. Fleischprodukte, Süsswaren, Zucker, Softdrinks, Weissmehlprodukte, Kaffee, Schwarztee und Alkohol sind Säurebildner. Reis ist ein neutrales Nahrungsmittel. Kartoffeln und Gemüse sind basisch. Motto: Säurebildner meiden, Basebildner bevorzugen!
Basebad: durch basische Bäder kann dem Körper Säure entzogen werden (z.B. basisches Badesalz von Jentschura)
Mineralhaltige Präparate (z.B. Wurzelkraft von Jentschura) helfen dem Körper Neutralsalze zu bilden. - Bewegung und Muskelaufbau: Bewegung ist die beste Prophylaxe. Leiden sie bereits unter rheumatischen Beschwerden ist regelmässige Bewegung trotzdem wichtig. Sie können so Gelenkversteifungen verhindern und Muskulatur und Knochen stärken. Gelenkschonende Sportarten sind zum Beispiel Schwimmen, Velofahren, Aquagymnastik, Tanzen oder Walking. Oft ist auch ein gezielter Muskelaufbau wichtig um Gelenke zu entlasten oder Beschwerden vorzubeugen (z.B. Rückenmuskulatur Aufbau bei Rückenbeschwerden)
- Wickel: zur Schmerzlinderung. Ob wärmende oder kühlende Wickel besser sind, spüren Sie selbst am besten.
Kühlend: Quarkwickel, Lehmwickel, Kohlwickel
Wärmend: Kartoffelwickel, Heublumenwickel, Lehmwickel (Anwendung siehe unter Wickel) - Wallwurzsalbe bei Gelenkbeschwerden oder Muskelverspannungen
- Gratisbroschüren oder Tipps zu verschiedenen Themen wie z.B. Ergonomie am Arbeitsplatz oder Rückenbeschwerden finden Sie unter www.rheumaliga.ch
Erkältung
Siehe auch unter: Fieber, Halsschmerzen, Husten, Ohrenschmerzen, Schnupfen, Wickel
Allgemeines
- Trinken Sie soviel wie möglich (Wasser, Erkältungs-, Hagenbutten-, Lindenblütentee, Fruchtsäfte, Sanddorn)
- Ruhe (kein oder massvoller Umgang mit Computer, TV), Bettruhe, längere Schlafzeiten
- Auf leichte, frische, gesunde Ernährung achten, bei verschleimten Erkältungen Milchprodukte meiden, da diese zusätzlich verschleimend wirken, raffinierter Zucker meiden, da er das Immunsystem schwächt
- Frische, feuchte Luft: Fenster oft kurz öffnen, Zimmer nicht überheizen, ev. Luftbefeuchter
- Für Säuglinge und Kleinkinder ist Sanddorn besonders geeignet. Er kann in Tee oder Wasser verdünnt verabreicht werden.
Fieber
Fieber ist meistens eine Heilreaktion des Organismus und sollte, wenn möglich nicht gesenkt werden. Ist das Fieber zu hoch oder dem Patienten geht es schlecht, kann das Fieber schrittweise gesenkt werden.
br> Allgemeine Massnahmen:
- Bettruhe
- viel trinken (Wasser, Lindenblüten-, Hagenbutten-, Holunderblütentee), bei starkem Schwitzen Bouillon wegen Salzverlust
- auf guten Stuhlgang achten, ev. Einlauf
Anwendung nur wenn die Füsse warm sind!
Auf 1l kaltes Wasser ca. 3 Esslöffel Speiseessig geben, 2 Tücher darin nässen, um Füsse und Waden legen, Socken drüberziehen, wechseln, wenn die Tücher warm sind oder nach 10 Minuten. Wickel wiederholen wenn die Füsse wieder warm sind. Nach 2-4 Wickeln ist das Hauptziel erreicht: der Patient fühlt sich wohler (auch wenn die Temperatur nicht gesunken ist). Temperatur nicht mehr als 1 Grad senken!
Gelenkbeschwerden
- Säure-/ Basehaushalt
Ein Übermass an Säuren verätzt unsere Zellen, Gewebe und Organe, unsere Gelenke und Knochen. Oft wird diese Übersäuerung von entzündlichen Prozessen begleitet. Unser Organismus neutralisiert die Säuren mit Mineralstoffen zu Neutralsalzen. Überwiegt in der Ernährung die Zufuhr von Säuren, funktioniert die körpereigene Entsäuerung nicht mehr.
Ernährung: Ein ausgeglichener Säure/Base Haushalt beginnt mit der Ernährung. Fleischprodukte, Süsswaren, Zucker, Softdrinks, Weissmehlprodukte, Kaffee, Schwarztee und Alkohol sind Säurebildner. Reis ist ein neutrales Nahrungsmittel. Kartoffeln und Gemüse sind basisch. Motto: Säurebildner meiden, Basebildner bevorzugen!
Basebad: durch basische Bäder kann dem Körper Säure entzogen werden (z.B. basisches Badesalz von Jentschura)
Mineralhaltige Präparate (z.B. Wurzelkraft von Jentschura) helfen dem Körper Neutralsalze zu bilden. - Bewegung und Muskelaufbau: Bewegung ist die beste Prophylaxe. Leiden sie bereits unter rheumatischen Beschwerden ist regelmässige Bewegung trotzdem wichtig. Sie können so Gelenkversteifungen verhindern und Muskulatur und Knochen stärken. Gelenkschonende Sportarten sind zum Beispiel Schwimmen, Velofahren, Aquagymnastik, Tanzen oder Walking. Oft ist auch ein gezielter Muskelaufbau wichtig um Gelenke zu entlasten oder Beschwerden vorzubeugen (z.B. Rückenmuskulatur Aufbau bei Rückenbeschwerden)
- Wickel: zur Schmerzlinderung. Ob wärmende oder kühlende Wickel besser sind, spüren Sie selbst am besten.
Kühlend: Quarkwickel, Lehmwickel, Kohlwickel
Wärmend: Kartoffelwickel, Heublumenwickel, Lehmwickel (Anwendung siehe unter Wickel) - Wallwurzsalbe bei Gelenkbeschwerden oder Muskelverspannungen
- Gratisbroschüren oder Tipps zu verschiedenen Themen wie z.B. Ergonomie am Arbeitsplatz oder Rückenbeschwerden finden Sie unter www.rheumaliga.ch
- Glucosamin-Nahrungsergänzung z.B. von A. Vogel
Glucosamin ist eine natürliche Substanz, welche in fast allen unseren Zellen vorkommt. In Nahrungsmitteln ist Glucosamin als Nährstoff nicht enthalten. Aus diesem Grund ist unser Körper in der Lage, in der Knorpelzelle aus Zucker (Glucose) Glucosamin zu synthetisieren.
Glucosamin ist der Ausgangsstoff für verschiedene Bausteine des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit.
- Grünlippenmuschel-Kapseln: weisen einen hohen Gehalt an Glykosamin auf.
- Chondroitin: Chondroitinsulfat wird von Chondroblasten (Zellen, welche die Knorpelsubstanz aufbauen) gebildet und ist ein wichtiger Bestandteil des Knorpelgewebes und trägt zu dessen Widerstand gegen Kompression bei.
Halsschmerzen
Gurgeln
Gurgeln reinigt die Rachenschleimhäute und lässt Entzündungen abklingen. Je nach Befinden können Sie anfangs stündlich, später 2-3 Mal täglich gurgeln.
- Thymian- oder Salbeitee: 1 Teelöffel Thymian (Küchenkräuter) oder Salbei mit kochendem Wasser überbrühen, ca. 5 Minuten ziehen lassen. In kleinen Schlucken gurgeln und ausspucken
- Zitronenwasser: ½ Zitrone in warmes oder kaltes Wasser auspressen und gurgeln (Vorsicht bei offenen Halsentzündungen nicht geeignet)
- Salzwasser: 1 Teelöffel Meersalz in 1 Glas warmen Wasser verrühren und gurgeln. (Ebenfalls nicht bei offenen Halsentzündungen verwenden)
Oftmals führen Wickel im Bereich des Halses zu einer schnellen Linderung und einer Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte. Die feuchte Wärme oder Kühle aktiviert das Abwehrsystem und wirkt abschwellend und entzündungshemmend.
Folgende Wickel eignen sich (Anwendung siehe unter Wickel):
- Quarkwickel
- Kartoffelwickel
- Zitronenwickel
- Zwiebelwickel
- Leinsamenauflage
Sie können den Wickel ca. 3 – 4 Mal täglich durchführen.
Schal:
aus Seide oder Baumwolle
Lutschen:
Blackcurrent- oder Cassispastillen, Emsersalz ohne Menthol, Salbeipastillen oder frische Salbeiblätter im Mund wie Kaugummi kauen.
Herpes labialis (Fieberbläschen)
- betupfen mit 70% Alkohol
- Melissentee (15 Min. ziehen lassen) und mit Wattestäbchen oder Wattetupfern abtupfen, Melissensalbe
- Bolus eucalypti (Weleda)
- mit basischem Badesalz abtupfen (Anwendung siehe basisches Badesalz)
Hauterkrankungen
Die Haut ist das grösste Ausscheidungsorgan des Menschen. Toxische und belastende Stoffe werden durch die Haut ausgeschieden, was zu Hautreaktionen führen kann. Behandeln Sie Hautsymptome nicht symptomatisch (Kortisonhaltige Salben, Pilzsalben, zinkhaltige Salben, homöopathische Salben). Symptomatische Behandlungen unterdrücken die Hautsymptome, die Krankheit wandert nach Innen und kann so ernsthafte Krankheiten wie z.B. Asthma auslösen.
Sind sie bereits in homöopathischer Behandlung können Hautausschläge als Mittelreaktion entstehen. Diese nie symptomatisch behandeln! Der Hautausschlag ist ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses. Durch symptomatische Behandlung kann der Heilungsprozess gestoppt werden.
Folgende Begleitmassnahmen haben keine unterdrückende Wirkung
Allgemein
- wenn möglich nichts machen
wenn sie die Haut in Ruhe lassen, verhindern sie eine oft unnötige zusätzliche Reizung - keine synthetische Wäsche tragen, meist wird auch Wolle nicht gut vertragen
- meiden von tierischem Eiweiss, Weissmehl und Süssigkeiten (Säurebildner), ev. Milch und Milchprodukte über mindestens ein halbes Jahr weglassen
- auf frische, naturbelassene Ernährung achten (Konservierungs-, Zusatz-, und künstliche Stoffe vermeiden)
- möglichst wenig Seife verwenden, keine Flüssigseife, pH neutral
- ev. Wäsche mit Essig nachspülen, keine Weichspüler
- Mandelölsalbe, Kokosölsalbe zum Einreiben (ohne medizinische Zusatzstoffe)
- Unguentum leniens Salbe einreiben, hat eine kühlende Wirkung
- Waschungen oder Bäder mit basischem Badesalz (ohne Zink! z.B. Basebad von Jentschura) siehe auch unter basisches Badesalz
- Waschungen mit verdünntem Speiseessig (1El auf 2 l) oder mit verdünntem Molkosan (2 Tl auf ein Glas)
- Olivenöl rein, oder 1 El in einem Glas Milch verrühren und einreiben
- nässende Haut verlangt feuchte Anwendungen
- mit 1%-iger Kochsalzlösung abwaschen, ev. mit Calendula-Zusatz
- Lehmwickel
- siehe unter Akne
- siehe unter Herpes labialis
Heuschnupfen
Allgemeine Massnahmen
- häufiges Duschen und Haarewaschen (Pollenentfernung)
- Kleider im Haus trocknen lassen
- Im Freien Sonnenbrille tragen
- Augen mit kaltem Wasser spülen (Augen offen)
- Kalten Quark in Gaze gehüllt auf die geschlossenen Augen legen
- 1 EL einer frisch geraffelten biologischen Kartoffel 15 Minuten auf die geschlossenen Augen auflegen, nachher mit Wasser abwaschen
Leinsamenpäckchen auf die geschlossenen Augen auflegen, je nach Bedürfnis warm oder kalt
Leinsamen in wenig Wasser zu einem Brei erhitzen, in Gaze geben, auf gewünschte Temperatur abkühlen - „künstliche Tränen“ (Tränenersatzaugentropfen, erhältlich in Drogerien/Apotheken) zum Auswaschen
- kaltgepresstes Olivenöl auf Lid einmassieren (entspannt)
- Tees zum Auswaschen: Augentrosttee, Fencheltee, Schwarztee (ist austrocknend): 1 TL Tee in eine Tasse geben, mit siedendem Wasser übergiessen, 5-10 Minuten ziehen lassen, absieben, auf Körpertemperatur abkühlen lassen, in kleines Glas füllen (Weisswein-, Schnapsglas), offene Augen damit spülen
- Nasentropfen aus physiologischer Kochsalz- oder Meersalzlösung mehrmals in die Nase träufeln
- Nasenspülungen mit Meersalzlösung
Husten
Wickel
Warme Brustwickel sorgen für eine bessere Durchblutung im Brustraum, wirken schleimlösend und hustenstillend.
Die besten Erfolge erzielen Sie, wenn Sie die Brust mit reinem Olivenöl einreiben und erst dann den Wickel auflegen.
Häufigkeit: 3 Mal täglich, bei Bedarf öfter.
Folgende Wickel eignen sich (Anwendung siehe unter Wickel):
- Kartoffelwickel
- Zwiebelwickel
- Quarkwickel
- Olivenöl-Einreibungen
- Für kleine Kinder: Auflage mit roher Schafwolle, Bienenwachs-, Leinsamen-, oder Kartoffelwickel
- Zwiebelsaft mit Honig: 1 Zwiebel klein schneiden und ca. 1-2 Esslöffel Honig darüber verteilen. 1-2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, den Saft abgiessen. Bei Kindern unter 1 Jahr den Saft mit Rohrzucker ansetzen. Zwiebelsaft über den Tag verteilt ca. 5-6 Teelöffel
- Schwarzer Winterrettichsaft: Den Rettich auf ein Gefäß setzen. Die Aushöhlung des Rettichs, je nach Größe, mit braunem Zucker und 1 TL Honig auffüllen. Den Deckel wieder darauf setzen und so stehen lassen.
Der Zucker löst sich durch den Saft vom Rettich ziemlich schnell auf und schon nach ein paar Stunden hat man die ersten paar Löffel abgetropften Hustensaft im darunter stehenden Glas, sofern das durch gestochene Loch dafür auch wirklich groß genug ist. - Schleimlösender Hustensaft: 10 g frischen Ingwer mit 5 g Honig in ca. 2 Tassen Wasser einkochen. Absieben. Von diesem Saft, täglich 3x1 Esslöffel einnehmen.
- Thymian-/ Holunderblüten/ Schlüsselblumentee – Mischung: Thymiantee, Schlüsselblumentee und Holunderblütentee zu gleichen Teilen aufgiessen und so heiss wie möglich trinken, alle drei Tees wirken auch, wenn man sie einzeln trinkt
- Hustentee (in Drogerien und Apotheken erhältlich)
- Holundersaft
mit Salzwasser, Thymian- oder Hustentee (wegen Verbrennungsgefahr Kinder beaufsichtigen)
Massage
Die obere Rückenpartie beklopfen (besonders zwischen den Schulterblättern)
Kommunikation
- Sprechen ist besser als schweigen. Erwarten Sie nicht, dass andere Ihre Gedanken lesen.
- Entwickeln Sie eine konstruktive Kultur des Streitens, bei der man auch Gefühle zeigen kann.
- Beschreiben Sie, statt zu bewerten. Vermeiden sie abwertende oder beschuldigende Kommentare.
- Sprechen Sie von sich selbst, statt die andere Person anzugreifen. Falls Sie die andere Person kritisieren, kommentieren Sie Ihr Verhalten und nicht Ihre Persönlichkeit.
- Vermeiden Sie Veralgemeinerungen: immer, nie, alles, jedesmal, usw. sind Killerwörter!
- Äussern Sie Wünsche statt Kritik und begründen sie diese Wünsche.
- Beziehen Sie ein "Nein" auf die Sachebene und verstehen Sie es nicht als Ablehnung Ihrer Person.
- Fassen Sie zwischendurch zusammen, was sie meinen Verstanden zu haben. Dies beugt Missverständnissen frühzeitig vor.
- Zeigen Sie durch Fragen Interesse.
- Vermeiden Sie "Stimm-Sünden": Zu lautes, leises, hohes, schrilles oder monotones Sprechen, so wie nuscheln, abgehacktes und gedehntes Sprechen.
- Seien sie wahrhaftig!
Kommunikation mit Kindern
- Ihre Kinder höhren mehr als Sie denken. Aussagen, welche Ihre Kinder mithöhren, können diese Verletzen oder gar prägen. Strahlen Sie deshalb positive Botschaften aus, wenn sie über Ihr Kind sprechen.
- Achten Sie auf positive Formulierungen. Auch mit positiven Formulierungen können Sie die Aufmerksamkeit eines Kindes auf das gewünschte Thema lenken und gleichzietig sein Selbstvertrauen stärken.
- Äussern Sie Ihren Ärger nicht durch Anschuldigungen, sondern durch auf sich selbst bezogene Aussagen. Durch solche Ich-Botschaften können Sie Kritik äussern, ohne das Kind zu verletzen, während Anschuldigungen kontraproduktiv wirken und das Kind genau auf die kritisierte Verhaltensweise programmiert.
- Vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen Personen, sondern akzeptieren sie es als Einzigartig. Dies gibt dem Kind das Gefühl angenommen zu sein und steigert sein Selbstvertrauen.
- Lassen Sie beim Kind niemals Zweifel an Ihrer Liebe aufkommen und sagen Sie ihm auch häufig, dass sie es lieben. Insbesondere auch nach Konflikten.
Ohrenschmerzen
Gerade im akuten Stadium wirken Ohrenkompressen stark schmerzstillend und entzündungshemmend.
- Zwiebelsäckchen: 1 Zwiebel klein schneiden und in einem Topf mit etwas Wasser erwärmen. Einen Esslöffel Zwiebel mit einem Löffel aus dem Wasser fischen, dabei das Wasser so gut wie möglich abtropfen lassen. Die Zwiebeln in ein Säckchen geben und auf dem betroffenen Ohr mit einem Stirnband fixieren. Der Wickel sollte ca. 4 cm hinter das Ohr reichen.
- Quarkwickel: Der Quarkwickel wird nicht direkt auf den Gehörgang, sondern kalt hinter dem Ohr angebracht. Bitte nicht direkt auf die blanke Haut geben.
- In Gaze eingewickelte Knoblauchzehe vorsichtig in Gehörgang legen (ein bis mehrere Stunden)
- Ohren vor Zugluft und Kälte schützen
- Nase möglichst frei halten (siehe Schnupfen)
Reisekrankheit
Begleitmassnahmen
Ingwer wirkt Übelkeit und Erbrechen entgegen. Kleine Scheibchen der Wurzel können vorbeugend und während des Reisens gekaut oder einfach unter die Zunge gelegt werden.
Manche Betroffene verspüren eine Verminderung der Symptome durch Einnahme von Vitamin C. Die Wirkung von Vitamin C ist aber wissenschaftlich nicht nachgewiesen.
Egal ob die Reise per Auto, Schiff oder Flugzeug erfolgt, soll der Passagier möglichst die Sicht auf einen unbeweglichen Horizont haben. Personen die am Steuer sind (Auto, Schiff) werden selten reisekrank.
Homöopathische Akutmittel bei Reisekrankheit
Coccolus indidcus
Schwindel, wie wenn er betrunken wäre, mit Übelkeit, übermässiger Speichelproduktion, Erbrechen und Kopfschmerzen (v.a. Hinterkopf und Nacken). Der Patient will weder trinken noch essen. Essensgerüche und bereits das Denken an Essen verursacht Übelkeit. Er kann nicht aus dem Fenster schauen oder auf einem Schiff ins Wasser schauen. Jede Augenbewegung verschlimmert seinen Zustand. Er versucht sich gar nicht zu bewegen oder wenn nötig, dann ganz langsam. Er wird durch Sprechen ebenfalls schlimmer.
Tabacum
Heftige Übelkeit und Erbrechen mit Magenschmerzen. Der Körper des Patienten ist sehr blass und kalt. Er hat kalte Schweissausbrüche, v.a. auf der Stirn und um den Mund herum. Er fühlt sich sehr erschöpft. Er spürt eine Besserung bei geschlossenen Augen, in einem dunklen Zimmer, durch kalte Luft und wenn ihm Luft zugefächelt wird. Wärme verschlimmert seinen Zustand.
Petroleum
Übelkeit und Erbrechen mit kalten Schweissausbrüchen, begleitet von Schwindel und Kopfschmerzen im Hinterkopf. Bei einer Schiffahrt fühlt sich der Patient besser beim still Liegen in einem dunklen Raum. Trotz Übelkeit hat er Hunger und isst etwas, was ihm gut tut. Ebenfalls hilft ihm kalte Luft. Oft hat der Betroffene Durchfall nach einer Autofahrt.
Theridion
Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und kalte Schweissausbrüche. Der Patient muss die Augen offen halten, da er sich mit geschlossenen Augen schlechter fühlt. Er ist nervös und reagiert auf Lärm überempfindlich. Die Übelkeit wird durch warme Getränke schlimmer. Der Zustand verbessert sich durch Liegen. Sobald er den Kopf hochhebt wird ihm schwindlig.
Nux vomica
Der Patient ist reizbar und überempfindlich, speziell auf Lärm. Der Patient ist launisch und ungeduldig. Bereits Kleinigkeiten verärgern ihn. Er möchte daher am liebsten in Ruhe gelassen werden. Ebenfalls verschlimmert Bewegung seinen Zustand. Der Patient leidet unter Übelkeit und möchte eigentlich erbrechen, was ihm aber Mühe bereitet. Unter grosser Anstrengung kann er etwas erbrechen, was ihm hilft.
Ipecacuanha
Der Patient leidet unter ständiger, starker Übelkeit. Er hat eine übermässige Speichelproduktion. Die Zunge ist Sauber (kein Belag). Erbrechen bringt dem Patienten keine Erleichterung, d.h. die Übelkeit ist nach dem Erbrechen genau gleich stark. Der Betroffene hat teilweise komische Gelüste nach schwerverdaulichem, wie z.B. Pommes frites.
Anwendung
Das ausgewählte homöopathische Mittel in C30 Potenz einnehmen. 3 Globuli eine halbe Stunde vor der Reise und/oder beim Auftreten der Symptome einnehmen. Sobald eine Besserung auftritt, kein Mittel mehr nehmen. Wenn nach 2-3 Gaben keine Besserung erfolgt ist es sinnlos das gleiche Mittel zu wiederholen. Sie können daraus schliessen, das falsche Mittel gewählt zu haben.
Rheuma
Siehe Bewegungsapparat
Schnupfen
Fliessen lassen! Nicht mit abschwellenden Tropfen unterdrücken!
- Zwiebelringe in Kopfnähe legen oder aufhängen
- Nasenspülung mit physiologischer Koch- oder Meersalzlösung
- Physiologischer Koch- oder Meersalz Nasenspray
- Nasensalbe mit Salz
- Inhalation: mit Thymian oder Salzlösung
- ev. Luftbefeuchter
Sodbrennen
- möglichst basischen Ernährung (viel Gemüse, Kartoffeln)
- Wurzel von Eibisch (Radix Althaea) einnehmen (erhältlich in Drogerien und Apotheken): 1-2 Teelöffel der Eibischwurzel in ein Glas Wasser geben, zudecken und über Nacht ziehen lassen (nicht erwärmen!!!) am Morgen vor dem Essen trinken, erneut Eibischwurzel ansetzten und vor dem Nachtessen trinken
- roher Kartoffelsaft auf nüchternen Magen
- Leinsamenschleim: 1-2 Teelöffel Leinsamen in ½ Glas Wasser über Nacht stehen lassen und den daraus entstehenden Schleim trinken
Sonnenstich
Häufige Ursachen
- zu lange Sonnenbestrahlung
- zu warme Kleidung
- Hoher Flüssigkeitsverlust, z.B. durch zu geringe Flüssigkeitsaufnahme bei starkem Schwitzen
- körperliche Anstrengung in der Sonne
- ungewohnt hohe Luftfeuchtigkeit und geringe Luftumwälzung
- Antihistaminika können das Risiko für einen Wärmestau erhöhen
- In der Sonne eine möglichst helle Kopfbedeckung tragen
- viel trinken und für einen Elektrolytausgleich sorgen
- zu langer Aufenthalt in der Sonne vermeiden
- körperliche Anstrengung in der Sonne erhöht das Risiko
- luftig, lockere Kleidung aus Naturmaterialien (Baumwolle, Leinen) ermöglichen
- einen guten Temperaturausgleich
- begeben sie sich in ruhige, kühle Räume ohne Sonneneinstrahlung oder zumindest in den Schatten
- nehmen sie eine halb sitzende Position ein
- befreien sie sich von zu warmer Kleidung
- kühlen sie den Kopf und den Nacken mit einem kühlen feuchten Tuch
- viel trinken: Mineralwasser, Tee, Obst- und Fruchtsäfte, die Getränke sollten
- Zimmertemperatur haben und nicht eisgekühlt sein, auch Elektrolytlösungen eignen sich
Übersäuerung
Siehe: Basisches Badesalz.
Verbrennungen
Allgemeine Massnahmen
- Um einer weiteren Gewebeschädigung durch Ausbreitung der Hitze vorzubeugen, sofort die Verbrennungsstelle im lauwarmen, ca. 20 grädigen Leitungswasser während 10 Minuten abkühlen. Von kaltem Wasser wird nach neusten Erkenntnissen abgeraten.
Nur kühlen wenn weniger als 10% bei Erwachsenen bzw. 5% bei Kindern der Körperoberfläche verbrannt sind. - Nach dem homöopathischen Prinzip „Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt“ kann auch die Verbrennungsstelle mit einem zusätzlichen Wärmereiz behandelt werden. Nach einer Schmerzverstärkung folgt die Linderung. Es muss aber auf die Bedürfnisse des Betroffenen eingegangen werden.
- Keine Zeit mit Kleiderentfernung verlieren. Kleider nicht wegreissen. Verbrannte Kleidung oder andere eingebrannte Gegenstände vom Arzt oder im Spital entfernen lassen.
- Bei starken Schmerzen 3-5 Cantharis vesicatoria C30 Globuli einnehmen.
- 3-5 Globuli Cantharis C30 in ca. 1 dl Wasser auflösen, Gaze darin tränken und auf die Wunde legen
- Quarkwickel (siehe unter Wickel)
- Cantharis-Salbe (in der Schweiz rezeptpflichtig)
- Essigsaure Tonerde
- Brandblasen nicht aufstechen
- 3-5 Globuli Cantharis vesicatoria C30 einnehmen. Wenn nach erstem Nachlassen der Schmerzen, trotzdem noch Restschmerzen bleiben oder die Schmerzen wieder schlimmer werden, erneut 3-5 Globuli Cantharis einnehmen.
- 3-5 Globuli Cantharis C30 in ca. 1 dl Wasser auflösen, Gaze darin tränken und auf die Wunde legen, wenn der Schmerz wieder kommt, erneuern
- kalte Leinsamenwickel wirken schmerzstillend (siehe unter Wickel)
- Bei grossflächigen Verbrennungen, die grösser als eine Handfläche sind den Arzt aufsuchen
- Bei tiefen Verbrennungen (weisser Blasengrund) Arzt aufsuchen. Ev. braucht es eine chirurgische Behandlung
- Sofort Arzt aufsuchen
- Neben der schulmedizinischen Betreuung zum/r HomöopathIn gehen
- Bei persistierenden Schmerzen, Superinfektionen, Einschränkung der Beweglichkeit, neben der schulmedizinischen Betreuung eine/n HomöopathIn aufsuchen
- Bei einer Verbrennung 2. oder 3. Grades kann es bei Erwachsenen ab 10%, bei Kindern ab 5% verbrannter Körperoberfläche lebensbedrohlich werden (hypovolämischer Schock). Es muss daher unverzüglich das Spital aufgesucht werden.
| Körperteil | Erwachsener | Kind | Säugling |
|---|---|---|---|
| Kopf/Hals | 9 % | 16 % | 20 % | Rumpf | 4 x 9 (36) % | 32 % | 30 % |
| Arme | 2 x 9 (18) % | 2 x 9 % | 2 x 9 % |
| Beine | 2 x 2 x 9 (36) % | 2 x 16 % | 2 x 15 % |
| Genitalien | 1 % | 2 % | 2 % |
Eine weitere Möglichkeit ist die Berechnung anhand der Faustregel, dass die Handfläche einschließlich der Finger des Patienten ca. 1 % der Körperoberfläche beträgt.
Wechseljahre
- Haben Sie Geduld mit sich: Viele Frauen erlangen durch die Wechseljahre ein anderes, besseres Selbstbewusstsein. Das braucht seine Zeit. (Übrigens, die Beschäftigung mit sich selbst in der mittleren Lebensphase ist nicht frauenspezifisch, auch viele Männer ziehen Bilanz, was unter dem Begriff midlife crises läuft).
- Kaffee, Schwarztee und Alkohol regen die Schweissproduktion zusätzlich an. Vermeiden sie diese Produkte möglichst.
- 1-2 Tassen Salbeitee pro Tag, vermindern die Schweissprodunktion
- Viel Bewegung reduziert Wallungen und Stimmungstiefs, ist Vorbeugend gegen Osteoporose und Arteriosklerose.
- etwas mehr Gewicht (4-5 kg) ist natürlich und von Nutzen. Etwas Fett schütz uns bei Stürzen vor Knochenbrüchen. Im Fettgewebe wird Östrogen produziert.
- Sojaprodukte enthalten natürliches Östrogen
- Pflanzliche Östrogene (nicht prophylaktisch einnehmen, nur bei Beschwerden): Cimicifuga racemosa (Traubensilberkerze), Rotklee, Yamswurzel
- Johanniskraut hat eine beruhigende antidepressive Wirkung
- Entspannungstechniken wie Atemtherapie, Yoga und autogenes Training können Frauen helfen, das vegetative Ungleichgewicht ihres Körpers auszugleichen.
- Bücher zum Thema Wechseljahre: „Feuerzeichen Frau“ von Julia Onken, „Eine unverwechselbare Zeit“ von Anette Bopp, „ Wechseljahre als Chance“ von Prof. Dr. M Kiechle, Dr. V. Seifert-Kauss, B. Neumann, „Wer loslässt, hat die Hände frei von Katrin Wiederkehr
Wickel
Vorab
Wählen Sie einen Zeitpunkt, an dem Sie sich oder Ihrem Kind die nötige Zeit und Aufmerksamkeit widmen können. Immerhin gibt es ja einen Grund, warum sie krank sind.
Material
Besonders bewährt haben sich Naturmaterialien wie z.B. Leinen, Naturwolle, Seide. Bitte beachten Sie darauf, keine belasteten Stoffe oder synthetisch hergestellte Materialien zu verwenden. Ich selber arbeit viel mit Stoffwindeln als Innentuch.
Aufbau
Sie benötigen, um einen Wickel richtig anwenden zu können, immer mindestens zwei Tücher oder Lagen.
Das Innentuch (hier ist es besonders wichtig Naturmaterialien wie oben erwähnt zu verwenden, da es direkt auf die Haut kommt).
Das Aussentuch, welches zum Fixieren dient und für Kinder gerne in einem bunten Design verwendet werden kann.
Tip: Leinsamen, Kartoffeln in Haushaltspapier geben (Innentuch wird geschont)
Quarkwickel
- Quark einen halben cm dick auf Tuch streichen
- Zwischen Haut und Quark nur eine Lage Stoff
- kalter Quarkwickel nur auf warme Haut
- Bei warmer Anwendung den Quark auftragen und über einem Dampfbad auf einem umgekehrten Topfdeckel erwärmen
- Nun fixieren Sie das ganze mit dem zweiten Tuch
- Kartoffeln mit Schale weich kochen
- Kartoffeln auf dem Innentuch mit Faust zerdrücken, Tipp: Kartoffeln in Haushaltspapier zerdrücken, zerdrückte Kartoffeln auf Stoff ist schwer auswaschbar
- Temperatur vor dem Auflegen prüfen, Kartoffelwickel sind lange sehr heiss!
- Wickel mit flachgedrückter Wärmeflasche warm halten
- Sollten Sie Zitronenwickel bevorzugen geben Sie den Saft ½ unbehandelten Zitrone in heisses Wasser, tränken Sie das Innentuch damit, wringen Sie es aus und legen Sie es so warm sie es vertragen auf die betroffene Stelle
- Bei Zwiebelwickel hacken oder schneiden Sie die enthäutete Zwiebel klein. Erwärmen diese z.B. auf dem Wasserbad oder legen Sie bei Zimmertemperatur in den Innenwickel
- Leinsamen in einem Säckchen mit heissem Wasser aufquellen lassen und auf dem Tuch um den Hals legen
Zahnen
- In Gazetüchlein Weggli mit „Nägeli“ einwickeln, Gewürznelken haben eine schmerzlindernde Wirkung. Gewürznelken enthalten einen lokal anästhesierenden Wirkstoff. D.h. die schmerzende Stelle wird lokal „betäubt“.
- Veilchenwurzel, haben ebenfalls eine lokal anästhesierende Wirkung. Veilchenwurzeln sind in Drogerien und Apotheken erhältlich.
- Karotte aus dem Kühlschrank: Manche Kinder haben das Bedürfnis auf etwas hartem herum zu beissen. Die Kühle wirkt beruhigend auf die Entzündung und lindert die Schmerzen. Derselbe Effekt haben Beissringe aus dem Kühlschrank.
- Osa Pflanzengel: enthält Kamillenöl, Salbeiöl und Nelkenöl sowie Xylit (künstlicher Süssstoff) aus Birkenrinde. (Osa Zahngel ist aus homöopathischer Sicht nicht zu empfehlen, da es eine unterdrückende Wirkung hat (Salicylamid beeinflusst das Zentrale Nervensystem und hat eine sedierende Wirkung (= macht müde)
Verwendete Literatur:
- verschiedene Ausgaben der Zeitschrift Similia, Zeitschrift für klassische Homöopathie, Homöosana Verlag
- Hausmittel, begleitende Massnahmen zur homöopathischen Behandlung, Dr. Hansjörg Heé
- Förderung der Eigenheilkräfte, Judith Egli, Julia Emmenegger
- Wohltuende Wickel, Maya Thüler